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Begriffe im zusammenhang mit Angst/Panik

Tony 27. Juni 2008

Es werden im Zusammenhang mit Angst/Panik oft Begriffe wie “Vermeidung” oder “Angst vor der Angst” usw. verwendet. Wir möchten einmal auf diese Begriffe eingehen und Ihre “Wirkung” bzw den Sinn etwas erläutern.

Der Begriff “Vermeidung”

Das Wort Vermeidung sagt vom Sinn her schon die eigentliche Bedeutung aus. Wir möchten nun einmal den Begriff mit dem Thema Angst/Panik betrachten.

Warum vermeidet jemand Situationen in denen Angst/Panik auftritt?

Das ist logisch zu erklären: Kein Mensch begibt sich gerne wohin wo er sich nicht Wohl oder gar Sicher fühlt. Normalerweise begibt man sich aber trotzdem in solch eine Situation da es entweder unvermeidlich erscheint oder Vorteile mit sich bringt. Wenn aber jemand unter einer Angst-/ Panikstörung leidet ist das “Vermeidungsverhalten” sehr stark ausgeprägt. Das kann mitunter so weit gehen dass tendenziell jede Situation “Vermieden” wird die mit Angst/Panik in Verbindung gebracht wird.

Was bewirkt die Vermeidung bei einer Angst-/ Panikstörung?

Die Vermeidung ist ein sehr heimtückischer Prozess. Die Vermeidung verschafft kurzfristig Verbesserung (da man der “Angst/Panik Situation” nicht ausgeliefert wird) aber langfristig ist durch das Vermeiden einer Situation eine Verschlechterung/Bestätigung der Angst-/Panik sicher zu erwarten. Genau das ist der “Motor” der die Angst/Panik-Störung am leben hält, Verstärkt oder gar neue Ängste entstehen lässt. Es führt kein weg um die konfrontation mit Angst/Panik Situationen herum. Je früher die Vermeidung aktiv bekämpft wird um so leichter ist es.

Der Begriff “Angst vor der Angst”

Auch dieser Begriff läßt sich relativ einfach interpretieren. Nur dass auch er in Verbindung mit einer Angst/Panik Störung die (oben genannte) Vermeidung verstärken bzw erst auslösen kann.

Die Angst vor der Angst setzt sich ähnlich zusammen wie die Vermeidung da beide Begriffe (bei einer Angst/Panik Erkrankung) sehr nah bei einander liegen. Damit ist gemeint das eine Bedingt das andere.

Im allgemeinen spricht man auch von der “Erwartungs Angst”. Sie entsteht wenn man an Situationen denkt in denen schon mal Angst/Panik aufgetreten ist. Sie ist meistens Höher als die tatsächliche Angst/Panik in der Situation. Das kommt daher dass meistens “Schreckensszenarien” (das schlimmste was passieren könnte in der betreffenden Situation) in Gedanken “durchgespielt” werden und somit die “Angst vor der Angst” und die Vermeidung begünstigt werden.

Sie werden beim lesen diese Artikels bemerken dass es sich um einen sog. “Teufelskreis” handelt. Leider würden wir gerne an dieser Stelle schreiben dass alles nur halb so wild ist aber man sollte niemals einen solchen Kreis unterschätzen. Wir hoffen dass Ihnen die Informationen etwas gebracht haben (und nicht zu viel Angst ausgelöst).

Hinweis: siehe Impressum

Eine Reaktion zu “Begriffe im zusammenhang mit Angst/Panik”

  1. claudiam 5. August 2008 um 23:21 Uhr

    Ich bin seit gut 16 Jahren selbst betroffen von Panikstörung und Agoraphobie und kann deine Schilderung nur bestätigen. Manchmal ist Vermeidung die einzige Chance, “lebend” aus einer Attacke herauszukommen. Mein Verstand sagt mir nach solchen Situationen, dass ich ganz genau weiß, dass mir nichts passiert wäre und dass es sinnvoller gewesen wäre, die Angst auszuhalten.
    Meine Strategie bei schwächeren Attacken besteht darin, mich mit irgendetwas abzulenken. Mein Favorit ist mittlerweile ein Handyspiel, so eine Art Tetris. Das Ergebnis ist aber meist, dass die Angst durch den Versuch, sie zu verdrängen, nur noch schlimmer wird.
    Auch Vermeidung ist bei mir an der Tagesordnung, und wenn das nicht geht, ist manchmal die Flucht die letzte Chance. Wenn du das Gefühl hast, gleich zu sterben, kannst du irgendwann nur noch rennen, nur noch raus aus der Situation…

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